meinyogastudio.de

Dein Yogaportal im Internet

Blog

Herzlich willkommen auf unserem Yoga Blog. Hier findest du Artikel und Informationen zu aktuellen Yoga-Themen. Wir freuen uns auch über Gastbeiträge. 

Zurück zu allen Einträgen

Hatha Yoga – muskelstärkend und ausgleichend

 

Die ältesten Aufzeichnungen über das Hatha-Yoga stammen aus dem 15. Jahrhundert. Es gehört ebenso wie das Kundalini Yoga zum Raja Yoga, dem ersten der vier klassischen Yogawege. Als Basis der heute verwendeten Yogaformen hat das Hatha Yoga in der westlichen Welt mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt.

Hatha Yoga als Teildisziplin

In seinen Ursprüngen, als Yoga noch fast ausschließlich als spiritueller Weg zur Erleuchtung begriffen und praktiziert wurde, war das Hatha Yoga lediglich ein kleiner Teilbereich. Darin wurde die Übung von Asanas (Körperübungen), Pranayama (Atemtechnik) und Meditation zusammengefasst. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich – sozusagen im Rahmen der „Verweltlichung“, wie auch der höheren Wertschätzung des Körperlichen – als eigene Yogarichtung. Als Basis des Hatha Yoga dient ein alter Text, in dem die grundlegenden Asanas beschrieben werden. Aus der „Hatha Yoga Pradipika“ entstanden die heutigen Yogaformen, die unter dem Begriff Hatha-Yoga zusammengefasst werden, viele der dort gemachten Ratschläge und Regeln werden heute noch angewandt.

Die Basis des Hatha Yoga

Der Begriff Hatha setzt sich aus den Silben „Ha“ (Sonne) und „Tha“ (Mond) zusammen. Nach den Lehren des Hinduismus finden sich diese beiden Gegensätze in jedem Menschen wieder. Die Aufgabe jedes Einzelnen ist es, diese beiden Pole zu harmonisieren und ins Gleichgewicht zu bringen. Ein ausgezeichnetes Instrument, um dieses Ziel zu erreichen, bieten die Asanas aus dem Hatha-Yoga. Die Übungen sind so ausgelegt und werden so kombiniert, dass Gegensätzliches in die Balance gebracht wird, der Körper wird gekräftigt und geheilt. Neben der Wirkung auf den Körper, regulieren die Asanas auch den Geist und die Seele, entspannen und befreien. Daraus resultiert die stressabbauende Wirkung des Hatha-Yoga.

Ausgezeichnet geeignet, um diese Wirkung zu erfahren, ist der Sonnengruß, manchmal auch Sonnengebet genannt. In zwölf Bewegungen wird der komplette Körper bewegt, jeder Muskel angesprochen, jede Sehne gedehnt. Eine besondere Wirkung hat diese Übungsfolge auf das Sonnengeflecht, eines der Cakren, das oberhalb des Nabels sitzt. Dort sammeln sich die Emotionen, wird dieses Cakra energetisch ausgeglichen, dann sind auch unsere Gefühle in der Balance.

Hatha Yoga – der klassische Ablauf

Auch beim Hatha Yoga gibt es Varianten, in der Regel folgen die Yogastunden jedoch einem recht klassischen Ablauf:

  • Zu Beginn der Yogastunde wird eine Anfangsentspannung durchgeführt, sie dient dazu, in der Stunde und im Raum anzukommen und den Alltag abzustreifen. Zum Ende der Entspannung wird häufig dreimal das Om-Mantra oder ein anderes traditionelle Mantra gesungen.
  • Pranayama, also Atemübungen, folgen im Anschluss, sie sollen die Lebensenergie wecken und den Körper mit Energie für die folgenden Asanas anreichern. Zusätzlich sorgt die Konzentration auf den Atem für mehr Körperbewusstsein.
  • Nun folgen die Asanas, häufig wird jetzt der Sonnengruß zum Aufwärmen durchgeführt, anschließend werden unterschiedliche statische und dynamische Asanas geübt.
  • Am Ende der Stunde steht wieder eine Entspannungsphase, die häufig aus progressiver Muskelentspannung und einer anschließenden Traumreise besteht, manchmal läuft auch nur leise, meditative Musik, während die Yogis sich auf ihren Atem konzentrieren.
  • Den Abschluss der Übungsstunde im Hatha Yoga bildet ein dreimaliges „Om“, viele Yogalehrer stimmen auch hier noch einmal einen Gesang an.