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Yoga und Meditation



Yoga ist viel mehr als eine Möglichkeit, den Körper biegsam zu machen und die Muskeln zu kräftigen. In fast allen Yogaformen spielen auch die Entspannung des Geistes und die Weiterentwicklung des Bewusstseins eine große Rolle. Ein wichtiges Instrument hierfür ist die Meditation, die je nach Yogaform und Lehrer auf unterschiedliche Art und Weise stattfinden kann.

Was genau ist eigentlich Meditation?

Im unbequemen Lotussitz verharren und möglichst an nichts denken – das ist die gängige Definition von Meditation, die sich zugegebenermaßen recht unattraktiv anhört. In Wirklichkeit gibt es viele Formen von Meditation, in Verbindung mit Yoga geht es selten darum, „nichts“ zu denken. Erreicht werden soll vielmehr ein Zustand der inneren Ruhe, bei dem Du Deine Gedanken zwar wahrnimmst, Dich aber nicht in sie vertiefst. Das ist am Anfang schwer, wird aber mit zunehmender Übung immer leichter und müheloser. Der frühere Anwalt und Marketingdirektor Victor N. Davich, der heute als Autor zahlreiche Bücher und Ratgeber über Meditation verfasst hat, definiert diese Technik folgendermaßen und ausgesprochen treffend:

“Meditation ist die Kunst, sich jedem Augenblick mit ruhiger Bewusstheit zu öffnen.”

Damit ist schon fast alles gesagt, was Meditation sein kann. Selbst wenn Du das Geschirr spülst, kannst Du meditieren, wenn Du absolut in der Gegenwart verweilst und Dich nur mit dem befasst, was Du aktuell tust.

Formen der Meditation im Yoga

Im Yoga werden verschiedene Arten der Meditation praktiziert, bei jeder Form spielt die Verbindung von Körper und Atem eine wichtige Rolle. Zu Beginn der Meditation ist es wichtig, eine bequeme, möglichst aufrechte Haltung zu finden und den Geist zu bitten, zur Ruhe zu kommen. Empfehlenswert ist eine einfache Entspannungstechnik wie zum Beispiel das Anspannen und Entspannen aller Körperteile.

  • Bei der Mantrenmeditation werden einfache Mantren wie „Om“, „Ram“ oder auch einzelne Worte wie „Liebe“ oder „Freude“ immer wieder wiederholt. Wichtig bei dieser Meditationsform sind der Kontakt mit dem Atem und eine aufrechte Haltung.
  • Für die Licht-Meditation benötigst Du eine Kerze. Stelle sie in einem Dir angenehmen Abstand auf und schaue in die Flamme, möglichst ohne zu zwinkern. Lasse die Gedanken an Deinem Bewusstsein vorbeifließen und konzentriere Dich auf das Licht, ohne etwas Besonderes zu erwarten. 
  • Über den Körper zur Ruhe findest Du bei der Ausdehnungsmeditation. In der Yogastunde führt Dein Yogalehrer Dich durch Deine Körperteile hindurch. Er bittet Dich, alle Körperteile und deren Energie bewusst wahrzunehmen, die Körperteile werden in der Reihenfolge ihre Ausrichtung (nach oben, nach unten, nach vorne, nach hinten) angesprochen.

Am Ende jeder Meditation vertiefst Du Deine Atmung und kehrst langsam in die Welt zurück. Du kannst durch einige Affirmationen die entspannende Wirkung unterstützen.

Meditation im Alltag

Meditation ist nichts anderes als das Verweilen im Augenblick. Dies kannst Du auch im Alltag tun – zum Beispiel bei ganz banalen Dingen wie dem bereits erwähnten Geschirrspülen, beim Staubsaugen oder beim Bügeln. Wichtig ist, dass Du Dich nicht an einzelnen Gedanken festklammerst, sondern ganz bewusst alles vorbeigleiten lässt, während Du ganz bei der Tätigkeit bist, die Du gerade ausführst. Wenn Du zuhause Yoga praktizierst, hilft Dir eine Anfangsmeditation, um Deinen Geist zur Ruhe zu bringen und auf die anschließende Yogapraxis einzustimmen.